Forderung: Entschädigung für die Veranstaltungsbranche

Zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus wurde durch die Bundes- und Landesregierung(en) bereits Anfang März 2020 ein faktisches Berufsverbot über die gesamte Branche verhängt. Trotz der Lockerungen, die in der letzten Woche durch Teile der Landesregierungen angekündigt wurden, wird es Monate dauern, bis Messen und Businessveranstaltungen in nennenswertem Umfang wieder stattfinden werden. Für den immensen Schaden in der mittelständisch geprägten Veranstaltungsbranche fordert der FAMAB Entschädigungen und zeigt mit einer Studie des Research Institutes for Exhibition and Live-Communication (RIFEL) wirksame Maßnahmen, ein großflächiges Unternehmens-Sterben zu verhindern. 

Die Studie des RIFEL zeigt fünf sehr detailliert ausgearbeitete Handlungsstränge: 

• UMGESTALTUNG DER KREDITPROGRAMME 

• SICHERUNG DER LIQUIDITÄT / VERMEIDUNG DER BILANZÜBERSCHULDUNG 

• FIXKOSTENZUSCHUSS DURCH NOTHILFEFONDS 

• ANPASSUNG DER BEDINGUNGEN FÜR KURZARBEIT 

• ANLEIHEPROGRAMM 

Dazu Jörn Huber (Vorstandsvorsitzender des FAMAB e.V.): 

„In allen Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern wird uns bekundet, dass die dramatische Situation der Veranstaltungsbranche be- und – viel wichtiger – erkannt ist. Und immer wieder wird uns gesagt, dass es hauptsächlich an konkreten und umsetzbaren Ansätzen fehle. 

Mit der Studie des RIFEL geben wir den Entscheidern nun sehr detaillierte und nach Meinung zahlreicher Experten aus Politik und Wirtschaft auch umsetzbare Handlungsempfehlungen an die Hand. Dabei ist uns wichtig: Wir erwarten im Gegensatz zu zahlreichen anderen Branchen keine Sonderbehandlung. Wir fordern allerdings, dass man Unternehmen, bei denen die Corona-Maßnahmen bis zu 100% der Umsätze der letzten und auch der zukünftigen Monate vernichtet hat, nun endlich auch entsprechend hilft. 

Den Unternehmerinnen und Unternehmern der Veranstaltungsbranche wurde jede noch so kleine Perspektive genommen. Viele fragen sich mittlerweile nicht mehr nur, wie lange sie das noch durchalten. Sie fragen sich, warum sie überhaupt durchhalten sollten. Dies muss nun von den zuständigen Regierungen zügig geändert werden. Gute Worte reichen dafür nicht aus.“ 

Über den FAMAB: 

Der FAMAB Kommunikationsverband e.V. ist die Interessenvertretung der Branche in Deutschland. Er repräsentiert über 250 qualitätsgeprüfte Mitgliedsunternehmen der Kommunikationsbranche mit circa 15.000 Mitarbeitern. Der FAMAB ist Teil der Veranstaltungsbranche mit insgesamt über 30.000 Unternehmen und 400.000 Arbeitsplätzen. Seine Mitglieder konzipieren und organisieren integrierte Markenerlebnisse und haben ihre Heimat in den Bereichen Messe, Architektur und Live-Kommunikation. Seit 1963 garantiert der FAMAB als interdisziplinärer Verband eine langfristige und wirksame Partnerschaft. Als Sprachrohr seiner Mitglieder vertritt er die Belange der Branche gegenüber Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Er bietet seinen Mitgliedern wertvolle Services sowie zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten 

Keltenring 22
85658 Egmating

Tel +49(8095)8726-0
Fax +49(8095)872629

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!