MICE-Aktionen im Kontext der Klimadebatte

MICE-Aktionen im Kontext der Klimadebatte

Wie ein Hurrikan brach die Debatte über den Klimawandel über die Welt herein. Allerdings mit dem Unterschied, dass dieser Hurrikan nach der Verwüstung, die er angerichtet hat, noch nicht abgezogen ist, sondern weiter seine zerstörerische Wirkung hinterlässt. Wie ein Haufen aufgeschreckter Hühner versucht die Politik nun zu reagieren. Wie meistens völlig konzeptionslos und auf maximal vier Jahre ausgerichtet und wie fast immer ohne nennenswerte Ergebnisse. Allerdings mit äußerst schädlicher Auswirkung auf die Wirtschaft, zu der nun auch die MICE-Branche und deren Mitarbeiter und Kooperationspartner gehören.

Hier ein Beispiel: Inzwischen erwägen schon einige Großunternehmen, aus „politischen“-klimaneutralen Gründen, die sicherlich auch mit marketing- und prestige-technischen Überlegungen zu tun haben, ihre Events nicht mehr im Ausland zu veranstalten, da vor allem außereuropäische Ziele zumeist nur mit dem Flugzeug zu erreichen sind. Aber: Wer bedenkt dann dabei die menschenbezogenen schädlichen Auswirkungen in den Zieldestinationen?

Wenn wir nicht mehr reisen und/oder keine MICE-Aktionen in anderen, und vor allem auch in Entwicklungsländern veranstalten, tragen wir dazu bei, dass Teile der dortigen Bevölkerung ihre Jobs verlieren, ihre Familien nicht mehr ernähren können und in Armut verfallen. Und um es zu verdeutlichen: Geht die Reiseaktivität nach Mallorca nur um ein Prozent zurück, ist auf der Insel bereits Panik angesagt. Rechnet man das nun hoch, verursachen wir mit einem reduzierten Reiseaufkommen mehr Schäden für die Menschheit als mit dem Flugbenzin. Hinzu kommt, dass das Kerosin lediglich einen kleinen Anteil am Treibhauseffekt hat, es sich aber auf politischer Ebene gut macht, zu wettern, statt die Wahrheit zu sagen. Es gäbe weitaus bessere Ansätze für klimaneutrales Handeln, die allerdings von den Politikern ungern der Öffentlichkeit vorgeschlagen werden, da sie weitgehend unpopulär sind …. aber schließlich will man wiedergewählt werden und sein Amt behalten. Beziehungsweise die Politiker sollten mit gutem Beispiel vorangehen und die Bahn sofort für Fahrten von Bonn nach Berlin nutzen.

Hätten wir uns doch nur vor 60 oder gar 70 Jahren mehr zukunftsbezogene Gedanken gemacht und uns anders ausgerichtet ... ähnlich werden wir es uns in den nächsten 15 bis 20 Jahren auch bei anderen Themen wünschen, „damals“, also für uns „jetzt“, anders reagiert zu haben. Beispielsweise, wenn es dann einfach kein Zurück mehr gibt und etwa die totale Überwachung eines jeden Bürgers stattfindet, der heute - wohl gemerkt freiwillig !! - SIRI, Alexa und ähnliche unsinnige Auswüchse nutzt und sich damit die „Abhör-Wanze“ selbst ins Haus holt. Heute erscheint uns das noch als „Fortschritt“, den wir allerdings nicht wirklich brauchen. Aber es wird eine Zeit geben, wo eine Verweigerung zur Nutzung dieser „Angebote“ vielleicht strafbar sein wird. Und dann gibt es eben kein Zurück mehr.

Vor dem Hintergrund solcher Überlegungen sollte die Fridays for Future-Jugend gleichzeitig auch gegen persönliche Unfreiheit, Manipulation und Überwachung demonstrieren, denn diese sind AUCH ihre Zukunft.

Mit motivierenden Grüßen

Ihr Gerald Huft
Chefredakteur

ICJ Gerald Huft, Chefredakteur ICJ Blogs, ICJ mice magazine (Online + Print) 

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